Mitglied im Deutschen Musikrat
Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788) gehört zweifelsohne
zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten im Frankfurter Musikleben. Der zweitälteste Sohn Johann Sebastian Bachs empfing während seines Studiums an der Alma mater Viadrina von 1734 bis 1738 entscheidende Anregungen für seine geistige und künstlerische Entwicklung. In der Selbstbiographie von 1773 heißt es: „Nach geendigten Schulstudien auf der Leipziger Thomasschule, habe ich die Rechte sowohl in Leipzig als nach- her in Frankfurth an der Oder studirt, und dabey am letztern Orte sowohl eine musikalische Akademie als auch alle damals vorfallenden öffentlichen Musiken bey Feyerlichkeiten dirigirt und komponirt.“ Nähere Auskunft über diese rege musikalische Tätigkeit geben die beiden erstmals 2001 durch Ralf-Rüdiger Targiel im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam aufgefundene Dokumente:
Eigenhändiger Brief C. Ph. E. Bachs an den Rektor der Univer- sität mit der Bitte um Bezahlung seiner eigenen Arbeit für die 1737 zum Besuch des Markgrafen Friedrich Wilhelm von Bran- denburg-Schwedt aufgeführte Musik. Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep. 86 Universität Frankfurt (Oder), Aktennummer 136
Gesamtabrechnung der Musik anlässlich des Besuches des Markgrafen Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwedt am 18. März 1737 durch C. Ph. E. Bach
Matrikeleintragung C. Ph. E. Bachs vom 9. September 1734 an der Universität Viadrina |